Photovoltaik Erfahrung: Warum ich mich für eine PV-Anlage entschieden habe
Vom Wunsch nach Unabhängigkeit zur echten Entscheidung
Ich war viele Jahre selbstständig.
Und wenn ich aus dieser Zeit etwas mitgenommen habe, dann das:
Unabhängigkeit ist extrem viel wert.
Nicht nur im Job.
Sondern auch im Alltag.
Heute arbeite ich im E-Commerce und habe täglich mit Systemen, Prozessen und Entscheidungen zu tun. Ich erkenne ziemlich schnell, ob etwas wirklich funktioniert – oder ob es nur gut verkauft wird.
Aber Energietechnik?
Photovoltaik, Speicher, Wallbox, Stromtarife – das war für mich lange eine andere Welt.
Ich bin kein Schrauber.
Ich wollte am Anfang nur verstehen:
Macht das für mich Sinn – und bekomme ich dadurch mehr Kontrolle?
Der Gedanke kam schon vor Corona
Photovoltaik war schon vor Corona in meinem Kopf.
Nicht aus Idealismus.
Sondern aus einem einfachen Gedanken:
Ein Stück unabhängiger sein.
Aber ich war unsicher.
Also habe ich es erstmal liegen lassen.
Während Corona wurde es konkret
Dann kam Corona.
Und plötzlich wurden Dinge greifbarer:
- steigende Preise
- Unsicherheit
- Energie wurde zum Thema
Und ich habe gedacht:
Eigentlich wäre es jetzt genau richtig gewesen.
…und genau dann wurde es schwierig
Die Nachfrage explodierte.
- Preise hoch
- Wartezeiten lang
- wenig Transparenz
Und ich habe es wieder gelassen.
Nicht, weil ich nicht mehr wollte.
Sondern weil es sich wirtschaftlich nicht mehr richtig angefühlt hat.
Nach Corona: nochmal sauber draufschauen
Als sich der Markt beruhigt hat, kam der Gedanke zurück.
Diesmal anders.
nicht emotional
sondern strukturiert
Die entscheidende Frage
Ich habe mir eine ganz einfache Frage gestellt:
Schaffe ich das Ganze, ohne monatlich mehr zu zahlen?
Und zwar ehrlich:
- PV
- Speicher
- Wallbox
- später E-Auto
- später Wärmepumpe
alles 100% finanziert
Die ehrliche Realität
Ganz ehrlich:
Nur mit meinem damaligen Verbrauch hätte sich das alleine nicht getragen.
Ich lag bei etwa:
- 5.000 kWh im Jahr
- rund 130 € im Monat
Und wenn ich einfach nur eine PV-Anlage installiert hätte…
hätte das wirtschaftlich nicht perfekt gepasst.
Der entscheidende Perspektivwechsel
Und genau da habe ich verstanden:
Es geht nicht um eine PV-Anlage.
Es geht um ein Energiesystem.
Frühjahr 2025 – ich habe es ernst gemeint
Ich habe mir Angebote eingeholt:
- lokale Anbieter
- Franchise Systeme wie Enerix
- Enpal
- 1Komma5°
Und ich habe schnell gemerkt:
Viele verkaufen Produkte.
Wenige denken in Systemen.
Meine Entscheidung
Ich wollte:
- PV
- Speicher
- Wallbox
- Erweiterbarkeit
alles aus einer Logik heraus
Juni 2025
Vertrag unterschrieben.
Nicht aus Euphorie.
Sondern weil ich dachte:
Das kann wirtschaftlich funktionieren.
Der Plan
10. September: Installation
- PV
- Speicher
- Wallbox
E-Auto und Wärmepumpe:
geplant für später
Was ich noch nicht verstanden hatte
Ich dachte:
Ich produziere einfach meinen eigenen Strom.
Was ich nicht verstanden habe:
Wie stark das System dahinter alles verändert.
In Teil 2 dieser Serie geht es genau darum:
Warum ich dachte, ich verstehe Energie –
und warum ich komplett neu denken musste.
Eines noch zum Schluss
Ich habe natürlich den großen Vorteil, dass ich in einem Einfamilienhaus wohne.
Ich habe Platz für PV auf dem Dach.
Mein Auto steht auf der Einfahrt.
Die Wallbox ist am Haus montiert.
Aber auch, wenn du in einer Wohnung lebst, gibt es Möglichkeiten, unabhängiger zu werden.
Vielleicht ist ein Balkonkraftwerk erlaubt.
Wenn nicht, du kannst in einen dynamischen Stromtarif wechseln.
Vielleicht ist eine Wallbox über den Vermieter oder die Eigentümergesellschaft möglich, dann würde ein E-Auto Sinn machen.
Macht vielleicht sogar ein kleiner Speicher Sinn in Kombination mit einem Balkonkraftwerk oder einem dynamischen Stromtarif?
Ich habe diese Seite genau für all diese Fragen ins Leben gerufen.
Also seid gespannt und lest Teil 2.
Herzliche Grüße
Olli Schulz